Frauenarztpraxis Dr. Franz-J. Moser Donaueschingen
Frauenarztpraxis Dr. Franz-J. MoserDonaueschingen

Bleiben Sie auf dem Laufenden - Infos aus der Praxis

 

Die Welt der Medizin ist ständig in Bewegung. An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Medizin und aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

Liebe Patientin, lieber Besucher dieser Seiten:

 

Wir sind unabhängig, gehören keinem Kliniksverbund oder einem MVZ an. Wir stehen persönlich mit unseren Qualifikationen und unserem breiten Leistungsspektrum für unsere Patientinnen ein. Vieles können wir selbst. Wenn es aber notwendig ist, schicken wir unsere Patientinnen in die Praxis, Abteilung oder auch Klinik, die für eine weitere Betreuung, eine ev. notwendige Zusatzdiagnostik, eine Operation, oder auch für eine geplante Geburt am besten geeignet ist.

Wir sind so in der Lage, neutral und unabhängig, zusammen mit unseren Patientinnen den richtigen Diagnose- oder Behandlungsweg zu finden.

Das heisst auch: Sie haben bei uns noch immer die freie Arztwahl.

Erblicher Brustkrebs, BRCA1- und BRCA2-Brustkrebsgene


Angelina Jolie hat sich mit dem Wissen um ihr Risiko für eine vorbeugende Entfernung der Brustdrüse entschieden. Sie hat ihre Entscheidung sehr deutlich öffentlich gemacht und so eine breite Diskussion ausgelöst. Wir wissen, daß Trägerinnen dieser Gene ein bis zu 85%iges Risiko haben, am Brustkrebs zu erkranken, das heißt 85 von 100 Frauen werden erkranken. Diese Zahl ist natürlich sehr hoch. In der allgemeinen Bevölkerung erkranken etwa 10 von 100 Frauen. Viele Frauen stellen sich jetzt die Frage, ob eine Testung bei ihnen sinnvoll ist. Dies ist im Einzelfall sehr scher zu entscheiden, die Entscheidung sollte immer nach einem Gespräch mit Experten, ggf. auch nach einer genetischen Beratung in einem Zentrum getroffen werden. Grundsätzlich werden erst einmal junge erkrankte Frauen getestet, gesunde Frauen sollten nur unter bestimmten Voraussetzungen getestet werden. Mehr hierzu finden Sie auf der Internet-Seite des BRCA-Netzwerkes, http://www.brca-netzwerk.de/, die ich bei Interesse Ihnen gut empfehlen kann.

Mammographie - Screening

 

Das Mammographie-Screening ist eine Reihenuntersuchung, die allen Frauen im Alter von 50 bis 69 als Vorsorgeuntersuchung angeboten wird. Die Untersuchung wird seit dem Jahre 2009 auch regelmässig im Schwarzwald-Baar-Kreis durchgeführt. Ziel ist, die Zahl der kleinen, das heisst der früh erkannten Carcinome der Brust, zu steigern. Das Programm ist sinnvoll. Bitte nehmen Sie nach Einladung den angebotenen Termin wahr.                                                                                                                                                        Nach wie vor aber haben wir die Zulassung für die sgn. "Abklärungsdiagnostik". Das heisst: bei auffällgen Befunden, bei Beschwerden oder bei unklaren Veränderungen in der Brust wenden Sie sich an uns. Wir werden die weitere Diagnostik durchführen. Immer nach ausführlichem Gespräch, immer nach Kontakt mit einem Arzt und immer nach einer gewissenhaften Untersuchung.

Lifecodexx Praena-Test

 

Die Firma Lifecodexx AG Konstanz bietet seit Juli 2012 einen Test an, mit dem eine sichere Diagnose einer Trisomie 21, aber auch einer Trisomie 13 und 18 des noch ungeborenen Kindes gestellt werden kann. Die Untersuchung wird im Blut der werdenden Mutter durchgeführt. Die Zulassung dieses Testes durch die Aufsichtsbehörden ist erfolgt. Die Firma gibt die Sicherheit des Testes mit „sehr hoch“ an. Der Test ist ungefährlich für das Kind und könnte vielleicht einmal eine Fruchtwasser-Untersuchung ersetzen. Man muß allerdings daran denken, dass die Zulassung des Testes auf Grund von Zahlen erfolgt ist, die durch Untersuchungen bei Frauen, die altersbedingt oder aus sonstigen Gründen ein sehr hohes Risiko für eine Trisomie 21 des ungeborenen Kindes hatten. Deshalb empfiehlt die Firma derzeit den Test auch nur dann, wenn ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenerkrankung vorliegt. Zum Beispiel bei der Nackenfalten-Messung oder nach dem Erst-Trimester-Screening, wenn hier ein hohes Erkrankungsrisiko für das Kindes aufgezeigt wurde. Wie die Zahlen in der Gruppe der Schwangeren aussehen, die kein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenerkrankung des Kindes haben, kann man heute noch nicht sagen. Der Preis für diesen Test wird derzeit mit 1.300,00 EUR bis 1.500,00 EUR angegeben.

HPV - Impfung (Human-Papilloma-Virus)

 

Einige Human-Papilloma-Viren können einen Gebärmutterhals-Krebs auslösen. Es gibt eine grosse Zahl verschiedener Typen. Eine junge Frau infiziert sich nach Aufnahme des Geschlechtsverkehrs regelmässig innerhalb kurzer Zeit mit vielen dieser Viren. Der geringste Teil verursacht allerdings tatsächlich krankhafte Veränderungen.

Seit geraumer Zeit wird die HPV-Impfung (Impfung gegen Papillom-Viren), von den Krankenkassen für junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren bezahlt. Notwendig sind drei Impfdosen innerhalb eines halben Jahres. Die Impfung soll vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Sie ist von der STIKO (ständige Impfkommission der deutschen Ärzteschaft) empfohlen.

Die Impfung bietet einen Schutz mindestens gegen 2 von derzeit 11 bekannten Virustypen, die Krebserkrankungen am Muttermund auslösen können (high-risk-Typen). Darüberhinaus wird auch ein Teil der gutartigen Veränderungen am Scheideneingang, in der Scheide und am Muttermund verhindert (low-risk-Typen). Die Impfung ist gut verträglich, die Rate an Komplikationen, insbesondere die Rate schwerer Zwischenfälle ist sehr gering.

Kosten und Nutzen der Impfung stehen m.E. noch nicht in angemessener Relation. Das heisst, die Kosten sind in Deutschland zu hoch (ca. 550,00 €).

Es gibt aber jetzt neuere Untersuchungen, nach denen durch die Impfung fast 90 % der schweren Veränderungen (CIN III), die auch zum Krebs führen können, vermieden werden. Wenn also alle jungen Mädchen und Frauen geimpft wären, liesse sich der Muttermundskrebs möglicherweise ausrotten.

Wir impfen natürlich.

Sprechen Sie uns darauf an !

Hilfe bei sexueller Gewalt

 

Sexuelle Gewalt im nahen Lebensumfeld, im Freundeskreis aber auch manchmal in Familien ist ein Thema, das fast immer totgeschwiegen wird, verdrängt wird und tiefe Verletzungen hinterlässt. Sexuelle Gewalt, Übergriffe im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung dürfen nie toleriert werden. Wir kümmern uns um Sie, vermitteln bei Wunsch Hilfe, arbeiten immer diskret, beachten unsere Schweigepflicht. Wenden Sie sich an uns oder auch an den Verein "Grauzone e.V." .

IGEL (Individuelle Gesundheits-Leistungen)

 

IGEL-Leistungen sind Wunschleistungen, die von den Kassen nicht bezahlt werden. Diese Leistungen sind medizinisch vertretbar, oft wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Auch wir bieten einige IGEL-Leistungen an, wie z.B. das Legen einer Kupfer-Spirale, einer Hormonspirale oder eines Hormon-Implantates oder auch die Nackenfaltenmessung im Rahmen der Erst-Trimester-Diagnostik.

Sprechen Sie uns darauf an !

Infektionen in der Schwangerschaft

 

Im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien ist geregelt, für welche Infektionen im Rahmen einer Schwangerschaft der Immunstatus bestimmt werden muss. Dies ist insbesondere die Röteln-Erkrankung und die Hepatitis B. Der Immunstatus aller darüberhinaus gehenden Infektionen wird erst bei Verdacht auf eine Erkrankung bestimmt. Das heisst:  die Bestimmung von Toxoplasmose-Antikörpern, HIV-Antikörpern, Varizellen-Antikörpern, Ringel-Röteln-Antikörpern,  Cytomegalie-Antikörpern u.v.a. wird von den Krankenkassen nur übernommen, wenn ein entsprechender Verdacht besteht. Ansonsten sind Beratung, Blutabnahme und Blutuntersuchung von der Patientin zu bezahlen. Manchmal übernehmen die Arbeitgeber die Kosten für die Antikörper-Bestimmung (Erzieherinnen).

HIV - AIDS

 

AIDS ist eine durch einen HI-Virus erworbene Erkrankung, die das Immunsystem schwächt. Der Virus wird durch Serum (Spritzen,Bluttransfusionen) und beim Geschlechtsverkehr übertragen. Besonders häufig ist die Übertragung in Risikogruppen.

Der Virus wird aber auch in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen, das heisst, das Neugeborene kommt ggf. erkrankt zur Welt.

Sollten Sie als Schwangere einer Risikogruppe angehören, oder sollten Sie dieses vermuten, sprechen Sie mit uns darüber, wir würden in diesem Falle einen AIDS-Test veranlassen.

Streptokokken

 

Streptokokken, insbesondere ß-hämolysierende-Streptokokken der Gruppe B sind Erreger, die sehr häufig im Genitale, öfter aber im Enddarm vorkommen. In sehr seltenen Fällen können durch diese Bakterien auch lebensbedrohliche Infektionen beim neugeborenen Kind ausgelöst werden, wenn sich das Kind unter der Geburt infiziert. Der Nachweis von Streptokokken bei der Schwangeren ist in den Mutterschaftsrichtlinien nicht vorgesehen und wird deshalb von den Krankenkassen nicht bezahlt. Unsere Patientinnen müssen also die Kosten für Beratung, Untersuchung, Probenentnahme und Laboruntersuchung selbst übernehmen.

Wir führen selbstverständlich diese Untersuchung durch. Sprechen Sie uns darauf an.

Toxoplasmose

 

Die Toxoplasmose ist eine Erkrankung, die durch ein Bakterium, Toxoplasma gondii, übertragen wird. Die Toxoplasmose ist eine fieberhafte Erkrankung, bei der es zu diversen Lymphknotenschwellungen kommt. In der Schwangerschaft, ab dem 4. Monat, kann der Erreger auch den Mutterkuchen und über diesen hinaus, auch das Kind im Mutterleib erreichen. Im schlimmsten Falle erfolgt eine Infektion des kindlichen Gehirns mit manchmal fatalen Folgen.

Der Erreger findet sich im Staub, wird gerne über Katzenkot und rohes Fleisch übertragen. Ein Teil der Menschen hat sich schon unbemerkt infiziert und Antikörper gegen den Erreger gebildet. Das heisst, eine erneute Erkrankung kann nicht mehr auftreten.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie einen Schutz vor dieser Erkrankung haben, können wir die Antikörper bestimmen lassen. Diese Untersuchung wird aber, sofern Sie keine Symptome einer Toxoplasmose haben (Fieber,Lymphknotenschwellung), nicht von den Krankenkassen übernommen. Das heisst, Sie müssen Beratung, Blutabnahme und Laboranalyse als sgn. IGEL-Leistung selber zahlen.

Cytomegalie (CMV)

 

Der Cytomegalie-Virus ist ein Virus aus der Herpes-Virus-Gruppe. Er ist weit verbreitet. Etwa 50% aller Schwangeren hatten schon Kontakt mit ihm und somit Antikörper im Blut. Bei 50% aller Schwangeren sind keine Antikörper nachweisbar. Wenn sich eine Frau in der Schwangerschaft infiziert, kann bei einem sehr geringen Teil aller Schwangeren, je nach Zeitpunkt der Infektion, eine unterschiedlich schweren Erkrankung des Kindes im Mutterleib erfolgen. Die Infektion kann sehr schwer sein, ist aber insgesamt sehr selten. Übertragen wird der Virus vorwiegend durch Stuhl, Urin und andere Körpersäfte von Kleinkindern unter drei Jahren. Gewissenhafte Hygiene kann die Infektion vermeiden. Es gibt keine Impfung und noch keine vernünftig vertretbare Behandlung einer nachgewiesenen frischen Erkrankung. Eine sichere Diagnostik, ob ein Kind im Mutterleib erkrankt ist ist schwierig, sie erfolgt durch eine Fruchtwasseruntersuchung. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Antikörper besitzen oder nicht, können wir eine Blutuntersuchung veranlassen. Beratung, Blutabnahme und Analyse müssen als Selbstzahlerleistung von der Schwangeren übernommen werden.

Ringelröteln

 

Ringelröteln ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Parvovirus B19 übertragen wird. Sie hat nichts mit der Rötelnkrankheit zu tun. Beim Erwachsenen ist es eine harmlose Erkrankung ohne besonders schwere Symptome. Bei Kindern gibt es oft einen fleckigen Hautausschlag, ein Exanthem. Fieber tritt auf. Eine Infektion eines Kindes im Mutterleib kann vorkommen und in seltenen Fällen zu einer Erkrankung der roten Blutkörperchen führen. Es kann zu einer Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen) kommen. Bei Kontakt, z.B. im Kindergarten, bestimmen wir den Immunstatus durch eine Blutuntersuchung. Nicht begründete Tests müssen aber von der Patientin bezahlt werden.